IQTIG Qualitätsreport 2016

Der aktuelle Qualitätsreport 2016 ist frisch erschienen. Wie jedes Jahr im Herbst informiert das IQTIG im Auftrag des G-BA ausführlich über die bundesweiten Qualitätsergebnisse der externen Qualitätssicherung, dieses Jahr zum Erfassungsjahr 2016. Zu neun medizinischen Versorgungsbereichen werden detaillierte Statistiken und Erläuterungen bereitgestellt. Es geht um Versorgungsbereiche wie zum Beispiel Gefäßchirurgie, Hygiene und Infektionsmanagement oder Kardiologie.

 

Inhaltliche Weiterentwicklungen seit 2015

Erstmals wird im Qualitätsreport auch ein sektorenübergreifendes Verfahren vorgestellt, das die Versorgungsqualität der Diagnostik und Therapie mit Herzkathetern thematisiert. Zudem sind die Informationstexte zu den einzelnen QS-Verfahren ausführlicher gestaltet, um die vielfältigen Aspekte der Patientenversorgung noch verständlicher zu erläutern und die statistischen Zahlen hilfreich einzuordnen. Der Qualitätsreport 2016 ist bereits der zweite des IQTIG. Berichtet wird nun über das erste Erfassungsjahr, in dem die Durchführung der bestehenden Verfahren der externen Qualitätssicherung in der Verantwortung des IQTIG lag.

Datenbasis des Qualitätsreports 2016

Der Qualitätsreport 2016 hält auf rund 220 Seiten detaillierte Informationen zu 25 QS-Verfahren in neun Versorgungsbereichen bereit. Im Erfassungsjahr 2016 waren 1.544 Krankenhäuser mit ihren medizinischen Leistungen an 1.887 Standorten zur Teilnahme an der externen Qualitätssicherung gesetzlich verpflichtet. Von ihnen wurden rund 2,5 Millionen Datensätze übermittelt, das sind rund 700.000 weniger als im Erfassungsjahr 2015. Auch die Zahl der Qualitätsindikatoren wurde verringert – von 351 im Jahr 2015 auf 266 im Jahr 2016. Die Verfahren sollen schlanker und fokussierter werden.

Gesetzliche Grundlagen der QS-Verfahren in Deutschland

Sowohl für die stationäre als auch die ambulante Versorgung besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Sicherung der Qualität in sogenannten Qualitätssicherungsverfahren (kurz: QS-Verfahren). Alle Leistungserbringer sind verpflichtet, qualitätsrelevante Daten zur Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu dokumentieren, die dann zur Bewertung der Versorgungsqualität vergleichend ausgewertet werden.

Die jeweiligen QS-Verfahren werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in den Richtlinien über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) und zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL) definiert. Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Es regelt die Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung in verschiedenen Richtlinien.

Dem IQTIG als zentralem Institut für die gesetzlich verankerte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (§§ 136 ff. SGB V) kommt dabei die Aufgabe zu, insbesondere dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), aber auch dem Bundesministerium für Gesundheit mit seiner Expertise bei der Neu- und Weiterentwicklung von QS-Verfahren sowie bei deren Umsetzung in die Praxis mit den verschiedenen Partnern auf Bundes- und Landesebene zuzuarbeiten.

Downloads Poster QS-Verfahren

Die 14 Poster stellen auf Basis des Qualitätsreports 2016 ausgewählte Ergebnisse einzelner oder mehrerer QS-Verfahren übersichtlich und zusammenfassend dar. Sie wurden im September 2017 auf der 9. Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Berlin vorgestellt.