Biometrische Methoden

R-Paket zur statistischen Auffälligkeitseinstufung von Qualitätsergebnissen

Qualitätsergebnisse einzelner Leistungserbringer können in Verbindung mit Prozessen stehen, die sich vereinfachend als Zufallseinflüsse zusammenfassen lassen. Dies führt zu einer Variabilität dieser Qualitätsergebnisse. Das IQTIG hat statistische Instrumente entwickelt, um diese  Variabilität bei der Bewertung der Versorgungsqualität einzelner Leistungserbringer zu berücksichtigen. Die zugrunde liegende Methodik wird z. B. im Verfahren Planungsrelevanten Qualitätsindikatoren eingesetzt und ist im Detail im Bericht „Planungsrelevante Qualitätsindikatoren ­— Abschlussbericht zur Auswahl und Umsetzung“ beschrieben.

Zur Erhöhung der Transparenz dieses Verfahrens veröffentlicht das IQTIG zusätzlich ein Programmpaket. Dieses setzt die Methodik zur Ermittlung der statistischen Auffälligkeit unter Berücksichtigung zufälliger Varianz exemplarisch in der Programmiersprache R um. Das Paket enthält Funktionen zur Berechnung von p-Werten und Konfidenzintervallen für Ratenindikatoren und O/E–Indikatoren (risikoadjustiert).

Technische Hinweise zur Nutzung des R-Pakets

Die Paketdokumentation ist verfügbar in Form einer technischen Anleitung sowie einer Vignette.

Das Paket ist freie Software und wird unter den Bedingungen der GNU General Public License Version 3 veröffentlicht. Der Lizenztext ist im Paket enthalten.

Wie bei R-Paketen üblich, sind Quellcode und Dokumentation in Englisch gehalten. Zu beachten ist insbesondere der in der Lizenz enthaltenen Haftungsausschluss.

Zur einfachen Installation des R-Paketes kann folgender Code verwendet werden:

install.packages (https://iqtig.org/dateien/dasiqtig/grundlagen/biometrische_methoden/IQTIGpvci_1.0.0.tar.gz", repos = NULL)

Methodik bei Follow-up-Kennzahlen

Das IQTIG hat ein Methodendokument zur Auswertung von Follow-up-Indikatoren nach der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) veröffentlicht.

Das Dokument beschreibt Details der biometrischen Auswertungsmethodik für die neu konzipierten Follow-up-Indikatoren in den Verfahrensgebieten Herzschrittmacherversorgung sowie Hüft- und Knie-Endoprothesenversorgung.

Diese Indikatoren wurden für die Bundesauswertung 2016 erstmalig ausgewertet. Es flossen Daten sowohl aus dem Erfassungsjahr 2016 sowie 2015 in die Follow-up-Auswertung ein. Im Dokument wird die Auswertungsmethodik im Rahmen der statistischen Ereigniszeitanalyse detailliert dargestellt. Außerdem wird ein Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen der Methodik für zukünftige Erfassungsjahre gegeben.