Richtlinien

Das IQTIG ist das zentrale wissenschaftliche Institut für die gesetzliche Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (§§ 135 ff. SGB V). Es ist es fachlich unabhängig und arbeitet insbesondere im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), aber auch des Bundesministeriums für Gesundheit. Es unterstützt mit seiner Expertise bei verschiedensten Aufgaben der Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung. Am 1. Januar 2016 hat das IQTIG die Aufgaben nach § 137a SGB V übernommen. Grundlage für die Arbeit des IQTIG sind die Richtlinien und Beschlüsse des G-BA. Sie bestimmen neue Verfahren in der datengestützten Qualitätssicherung und regeln deren differenzierte Verfahrensabläufe.

Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL)

Grundlage für eine große Zahl der durchgeführten Qualitätssicherungsverfahren (QS-Verfahren) ist die QSKH-RL. Sie regelt die Messung der Qualität in der stationären Versorgung. Die QS-Verfahren werden dabei in „direkte Verfahren“ und „indirekte Verfahren“ unterschieden. Bei elf derzeit aktiven indirekten Verfahren sind die jeweils auf Landesebene beauftragten Stellen für wesentliche Teile der Verfahren zuständig. Bei zehn direkten Verfahren werden alle Aufgaben der Durchführung aufgrund der kleinen Anzahl teilnehmender Krankenhäuser vom IQTIG zentral durchgeführt.

Es sind keine Qualitätssicherungsverfahren bei der getroffenen Auswahl vorhanden.

Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL)

Mit der Qesü-RL wurde der Wille des Gesetzgebers nach einer sektorenübergreifenden Betrachtung der Versorgungsqualität umgesetzt. Die QS-Verfahren auf der Grundlage dieser Richtlinie betreffen daher grundsätzlich gleichermaßen Krankenhäuser wie Vertragsärztinnen und -ärzte. Zu unterscheiden sind hierbei bundes- und länderbezogene Verfahren – sie entsprechen den direkten und indirekten Verfahren nach QSKH-RL. Verantwortlich für die Durchführung der bislang zwei bestehenden länderbezogenen Verfahren sind die Landesarbeitsgemeinschaften (LAG).

Es sind keine Qualitätssicherungsverfahren bei der getroffenen Auswahl vorhanden.

Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL)

Die QFR-RL ist eine Richtlinie des G-BA zur Festlegung von Mindestanforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in Perinatalzentren . Dies sind Spezialkliniken, die sich um die Versorgung von sehr kleinen Frühgeborenen mit weniger als 1.500g Geburtsgewicht kümmern. Die Richtlinie regelt Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei der Versorgung dieser Früh- und Reifgeborenen. Die aufbereiteten und aktualisierten Berichte über die Versorgungsqualität in diesen Einrichtungen werden vom IQTIG jährlich am 1. Dezember unter www.perinatalzentren.org veröffentlicht.

Es sind keine Qualitätssicherungsverfahren bei der getroffenen Auswahl vorhanden.

Richtlinie zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren (plan. QI-RL)

Mit der plan. QI-RL setzt der G-BA eine der neuen Aufgaben nach dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG 2016) um: Sie regelt ein Verfahren zur Übermittlung von Auswertungsergebnisse zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren sowie Maßstäbe und Kriterien zu deren Bewertung an die Planungsbehörden der Bundesländer. Mithilfe dieser Qualitätsinformationen sollen die Landesbehörden in die Lage versetzt werden, eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung vornehmen zu können. Die Richtlinie baut bei der Erfassung der QS-Daten derzeit auf den Qualitätsindikatoren der QSKH-RL auf. Hierzu werden aktuell elf Indikatoren aus den indirekten QS-Verfahren Gynäkologische Operationen (ohne Hysterektomien), Geburtshilfe und Mammachirurgie verwendet.

Es sind keine Qualitätssicherungsverfahren bei der getroffenen Auswahl vorhanden.