Datenannahmestellen

Für den Export von Datenlieferungen benötigt das Krankenhaus oder die Arztpraxis eine Registrierung bei der Datenannahmestelle. Die Übertragung der Daten muss durch eine Transportverschlüsselung oder durch gesicherte Übertragungswege zuverlässig gesichert sein.

Für die Datenannahme der bundes- und landesbezogenen Verfahren ist in der Regel immer die auf Landesebene beauftragte Stelle zuständig: Landesarbeitsgemeinschaften, Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (LQS) oder Landeskrankenhausgesellschaften (LKG). Nur bei den verbleibenden Datenlieferungen zu den direkten - oder bundesbezogenen - Verfahren gemäß QSKH-RL übernimmt das IQTIG noch als Bundesauswertungsstelle diese Funktion.

Welche Datenannahmestelle zuständig ist, regeln zwei Richtlinien des G-BA:

Die DeQS-RL hat im Jahr 2019 die "Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung" (Qesü-RL) ersetzt. Bei den DeQS-Verfahren sind zusätzlich die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) für die Annahme der Daten ihrer Vertragsärzte beteiligt. Darüber hinaus bestehen Datenannahmestellen für die Datenannahme der Sozialdaten bei den Krankenkassen sowie für ambulante selektivvertragliche Leistungen. Im Downloadbereich finden Sie eine Übersicht der Datenannahmestellen für QS-Daten.

Bitte beachten Sie:

Bei den bundesbezogenen Verfahren gemäß DeQS werden die Daten nur indirekt an das IQTIG gesendet, da die Daten zur Pseudonymisierung der patientenidentifizierenden Informationen über die Vertrauensstelle laufen müssen. Die Leistungserbringer übermitteln ihre Daten daher – wie bei den landesbezogenen Verfahren -  über die Datenannahmestellen der Länder.

Nur die Follow up-Verfahren der Transplantationsmedizin aus der QSKH-RL werden übergangsweise noch direkt an das IQTIG versendet. Auch wenn die Daten der bundesbezogene Verfahren auf indirektem Weg an das IQTIG versendet werden, bleibt das Institut Hauptansprechpartner.

Für die Datenannahme der organisierten Krebsfrüherkennung sind die Kassenärztlichen Vereinigungen zuständig. Die Regelung wird durch die "Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme" (oKFE-RL) getroffen.

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