Datenerfassung und -übermittlung

Das IQTIG hat seit dem 1. Januar 2016 die externe stationäre und sektorenübergreifende Qualitätssicherung im Gesundheitswesen übernommen. Auf diesen Seiten stellt das Institut die notwendigen Dateien und Dokumente zur Datenerfassung und Datenübermittlung zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie hier Aktualisierungen sowie Dateien des Verfahrensjahres 2016. Für Informationen zu vorangegangenen Jahren gibt es ein Archiv.

Dokumentationspflicht

Jede Klinik und jeder Arzt, der an der externen vergleichenden Qualitätssicherung teilnimmt, ist verpflichtet, Daten zu Qualitätsaspekten der Patientenversorgung zu dokumentieren und an die zuständigen Einrichtungen der Landes- und Bundesebene unter Beachtung der Erfordernisse des Datenschutzes zu senden. Für die dazu notwendige Software veröffentlicht das IQTIG Spezifikationen, die die inhaltlichen und technischen Anforderungen an dieses Datenmanagement beschreiben. Alternativ können Sozialdaten der Krankenkassen oder Daten aus Befragungen für die externen Qualitätsvergleiche genutzt werden.

Datenschutz steht an oberster Stelle

Der Schutz sensibler Daten von Patienten und Patientinnen aber auch von Krankenhäusern und Arztpraxen hat für das IQTIG höchste Priorität. Deshalb arbeitet das Institut nur mit Daten, die anonymisiert oder pseudonymisiert sind und verschlüsselt übertragen werden. So ist sichergestellt, dass den einzelnen Daten keine konkreten Patienten zugeordnet werden können und ein Zugriff Unbefugter ausgeschlossen ist. Die Verfahren zur externen Qualitätssicherung müssen, bevor sie in Kraft treten, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Bescheinigung der datenschutzrechtlichen Unbedenklichkeit vorgelegt werden. Das IQTIG arbeitet mit diesen Daten unter Beachtung der Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IQTIG sind zudem zur Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen verpflichtet und darin auch geschult.

Der Weg der Daten

Die Datenübermittlungswege richten sich nach den in den jeweiligen Richtlinien des G-BA genannten Verfahren, z.B. in der „Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern“ (QSKH-RL) oder in der „Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung“ (Qesü-RL).

Direkte und Indirekte Verfahren

Die bei den Leistungserbringern anhand der vorgeschriebenen Datenerfassungs- und Übermittlungsspezifikation erfassten Daten werden dem IQTIG zur Verfügung gestellt. Dies geschieht entweder auf direktem Weg oder indirekt über die Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung (LQS), die Landeskrankenhausgesellschaften (LKG) oder die kassenärztlichen Vereinigungen (KV). Hinzu kommen die Daten, die das Institut über Patientenbefragungen erhebt sowie Sozialdaten bei den Krankenkassen. Sofern personenidentifizierende Daten übermittelt werden, werden die Daten durch eine Vertrauensstelle pseudonymisiert.