FAQ: Der Bogen für die fallbezogene QS-Dokumentation (NWIF) wurde ausgelöst. Muss der Bogen auch ausgefüllt werden, wenn die Primäroperation (Tracer-Operation) bei einem anderen Leistungserbringer durchgeführt wurde?

  • Stand: 13.08.2018

Ja. Die fallbezogene QS-Dokumentation muss unabhängig davon, bei welchem Leistungserbringer die vorangegangene Operation durchgeführt wurde, ausgefüllt werden. Somit müssen auch stationäre Leistungserbringer den Dokumentationsbogen des QS-Verfahrens ausfüllen, die selbst nicht der oben aufgeführten Liste an Fachgebieten angehören und keine Tracer-Operation durchgeführt haben. Der Filter der fallbezogenen QS-Dokumentation (Auslösealgorithmus und Kodelisten NWIF) ist so konfiguriert, dass möglichst viele relevante postoperative Wundinfektionen erfasst werden. Dabei lässt sich nicht verhindern, dass Dokumentationsbögen auch in Fällen ausgelöst werden, in denen keine post­operative Wundinfektion bestätigt werden kann.

Die Auslösung der fallbezogenen QS-Dokumentation im QS-Verfahren Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen bedeutet nicht, dass die Behandlung der Wundinfektion im Rahmen der Qualitätssicherung betrachtet wird, sondern die Operation, die die Wundinfektion zur Folge hatte. Die fallbezogene QS-Dokumentation ermöglicht es, Wundinfektionen zu identifizieren, die im Anschluss an Tracer-Operationen auftreten.

Die Frage danach, ob das Krankenhaus, das die Wundinfektion diagnostiziert, in einem Indikator rechnerisch auffällig werden kann, wird in der Antwort auf die Frage „Kann das Krankenhaus, das die postoperative Wundinfektion diagnostiziert, aufgrund dieses Falls in einem Indikator rechnerisch auffällig werden?“ thematisiert.