Strukturierter Dialog

Auf der Basis von Qualitätsindikatoren übermitteln die Krankenhäuser in Deutschland Daten, mit denen sie ihre Leistungen dokumentieren. Werden Defizite in der medizinischen Versorgung vermutet, wird dies im direkten Kontakt mit den betroffenen Einrichtungen thematisiert – dem Strukturierten Dialog. Dies geschieht entweder durch die Partner der externen Qualitätssicherung auf Landesebene (indirekte Verfahren) oder direkt durch das IQTIG (direkte Verfahren). Auf diese Weise soll mit medizinischer Expertise geklärt werden, wo tatsächlich Probleme in der Behandlung vorliegen, aber auch wo die Qualitätsziele erreicht wurden.

Die Durchführung des Strukturierten Dialogs erfolgt immer in dem Jahr, das auf das Erfassungsjahr folgt. Daher bezieht sich der Bericht zum Strukturierten Dialog 2015 auf das Erfassungsjahr 2014.

Für das Erfassungsjahr 2014 haben bundesweit 1.557 Krankenhäuser an insgesamt 1.857 Standorten 3.245.142 Datensätze dokumentiert. Es ergaben sich daraus 16.428 rechnerische Auffälligkeiten für 250 Qualitätsindikatoren mit Referenzbereichen. Nach Abschluss des Strukturierten Dialogs 2015 wurden 1.687 Ergebnisse (10,3 % der rechnerischen Auffälligkeiten) als „qualitativ auffällig“ eingestuft und 6.291 Ergebnisse (38,3 %) als „qualitativ unauffällig“ bewertet. Bei 1.434 Ergebnissen (8,7 %) war die Bewertung wegen fehlerhafter Dokumentation nicht möglich.