Implantierbare Defibrillatoren – Revision/Systemwechsel/Explantation (DEFI-RSE)

Dieses QS-Verfahren betrifft die Qualitätssicherung bei erneuten Eingriffen (Revisionen) an implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (implantable cardioverter-defibrillator, ICD), bei ihrer Entfernung (Explantation) oder bei Systemwechseln.

Die Revisionseingriffe werden nach dem Anlass des Folgeeingriffs unterteilt:

  • Hardwareproblem: Folgeeingriff aufgrund eines technischen Problems des ICD-Aggregats (Fehlfunktion/Rückruf oder sonstige aggregatbezogene Indikation) oder der Sonden (nach mehr als einem Jahr auftretende Sondenbrüche oder Isolationsdefekte)
  • prozedurassoziiertes Problem: Komplikation der Aggregattasche oder der Sonden, die kurz nach einem ICD-Eingriff eintritt
  • Infektion: Früh auftretende System- oder Sondeninfektion

Die Indikatoren dieses Auswertungsmoduls betreffen zum einen mögliche Ursachen für die Reparatur, den Wechsel oder das Entfernen eines Defibrillators. Zum anderen beziehen sie sich auf Komplikationen im Umfeld der Operation und die risikoadjustierte Sterblichkeit im Krankenhaus.

Die Ergebnisse der Reizschwellen- und Amplitudenmessungen der Sonden (Bestimmungen des elektrischen Impulses) werden zusammen mit den Daten zu Erstimplantationen und Aggregatwechseln ausgewertet. Die Indikatoren sind den Auswertungsmodulen Implantierbare Defibrillatoren – Implantation und Implantierbare Defibrillatoren – Aggregatwechsel zugeordnet.