FAQ: Welche Sanktionen gibt es im Verfahren QS WI?

  • Stand: 13.08.2018

Das Verfahren QS WI befindet sich in den ersten fünf Jahren in einer Erprobungsphase, in der das Stellungnahmeverfahren in reduzierter Form durchgeführt wird. Das bedeutet, dass grundsätzlich keine Maßnahmen wie die Anordnung zu Fortbildungen, Qualitätszirkeln oder Peer Reviews von den Landesarbeitsgemeinschaften ergriffen werden, außer es besteht dringender Handlungsbedarf (gemäß Qesü-RL). Maßnahmen, die darüber hinausgehen, z. B. Veröffentlichungen von Ergebnissen, Vergütungsabschläge, Entziehung von Abrechnungsmöglichkeiten, Schließungen von Abteilungen bzw. Einrichtungen, sind nicht vorgesehen. Dies bezieht sich sowohl auf die Indikatoren zum Infektions- und Hygienemanagement in der ambulanten bzw. stationären Versorgung, als auch auf die Indikatoren zu nosokomialen postoperativen Wundinfektionen in der ambulanten bzw. stationären Versorgung. Sanktionen wegen Über- oder Unterdokumentation der QS-Dokumentationsbögen gibt es für das Jahr 2017 und 2018 nicht. Der G-BA kann diese grundsätzlich bereits innerhalb der Erprobungsphase beschließen – jedoch nicht rückwirkend und somit frühestens für das Erfassungsjahr 2019.