FAQ: Wie funktioniert der Strukturierte Dialog?

  • Stand: 21.03.2019

Die Anforderungen zum Strukturierten Dialog sind in den entsprechenden Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) definiert.

Gemäß der "Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern" (QSKH-RL) wird der Strukturierte Dialog bei den indirekten QS-Verfahren auf Landesebene und bei den direkten QS-Verfahren auf Bundesebene durchgeführt. Die Krankenhäuser, die Leistungen im Rahmen der direkten QS-Verfahren erbringen, erhalten einen Zugang zum IQTIG-Login-Portal. Innerhalb dieses Portals findet dann der Strukturierte Dialog auf Bundesebene statt.

Der Strukturierte Dialog dient dazu, zu validen und vergleichbaren Erkenntnissen zur Versorgungsqualität einzelner Einrichtungen zu kommen, diese Versorgungsqualität zu sichern und bei Bedarf zu verbessern. Durch Fragestellungen wie:

  • erfolgte eine angemessene Indikationsstellung für die Leistungserbringung?
  • folgte die Gesundheitsversorgung den erforderlichen Prozessstandards?
  • wurden die strukturellen Voraussetzungen zur Erbringung der Leistung erfüllt?
  • entsprach die Ergebnisqualität dem, was erwartet werden kann?
  • gab es besondere Umstände der Patientenversorgung, z. B. besondere Einzelfälle, die bei der Bewertung zu berücksichtigen sind?

können im  Strukturierten  Dialog  anhand  von  rechnerischen  Auffälligkeiten  tatsächliche Qualitätsmängel  identifiziert werden. 

Sind nach den vorgegebenen  Prüfmaßnahmen tatsächliche Qualitätsdefizite festgestellt worden, so ist es eine weitere Aufgabe des Strukturierten Dialogs, die betroffenen Krankenhausstandorte bei geeigneten Verbesserungsmaßnahmen zu unterstützen - zum Nutzen für die Patientinnen und Patienten.

Um Verbesserungen zu erreichen, werden mit Einverständnis der Krankenhausstandorte –  zumeist in kollegialen Gesprächen und/oder Begehungen –   konkrete Zielvereinbarungen geschlossen. Diese führen  dann  zu einer  längerfristigen  Beobachtung  und  Unterstützung  durch  die  jeweils  für  den  Strukturierten  Dialog  zuständige  Stelle. Alle  in  diesem  Rahmen  gewonnenen  Erkenntnisse, dienen darüber hinaus der Optimierung von Indikatoren sowie der Weiterentwicklung der QS-Verfahren.

Die Strukturierten Dialoge werden jeweils im Mai bzw. Juni des auf die Datenerfassung folgenden Jahres eröffnet. Für die im Qualitätsbericht der Krankenhäuser zu veröffentlichenden Qualitätsindikatoren müssen die Strukturierten Dialoge bis zum 31. Oktober des auf das Erfassungsjahr  folgenden Jahres abgeschlossen werden. Für die übrigen Indikatoren endet die Frist am 31. Dezember.

Der Strukturierte Dialog ist damit ein Verfahren, das sich über sechs bis acht Monate erstreckt. Das Gesamtverfahren mit Datenerfassung, Auswertung, Strukturiertem Dialog und Berichterstattung umfasst einen Zeitraum von drei Jahren.