Die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation

Wann beginnt und endet der Dokumentationszeitraum?

Seit dem  1. Januar 2018 läuft der Dokumentationszeitraum der einrichtungsbezogenen QS-Dokumentation für das QS-Verfahren Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI). Bis zum 30. April 2018 können die Daten übermittelt werden.

Wer muss dokumentieren?

Alle Leistungserbringer, die 2017 mindestens einen Tracer-Eingriff in den ersten zwei Quartalen erbracht und über die gesetzliche Krankenversicherung abgerechnet haben, sind verpflichtet die einrichtungsbezogene QS-Dokumentation durchzuführen. Als Tracer-Eingriffe werden in diesem QS-Verfahren die Eingriffe bezeichnet, die hinsichtlich einer sich ggf. entwickelnden postoperativen nosokomialen Wundinfektion nachbeobachtet werden.

  • Liste von Tracer-Eingriffen aus dem Bereich ambulante Operationen durch niedergelassene Ärzte
  • Liste von Tracer-Eingriffen aus dem Bereich ambulante Operationen am Krankenhaus
  • Liste von Tracer-Eingriffen aus dem Bereich stationäre Operationen durch Belegärzte
  • Liste von Tracer-Eingriffen aus dem Bereich stationäre Operationen durch Krankenhäuser

Wie werden die Leistungserbringer über die Dokumentationspflicht in Kenntnis gesetzt?

Für vertragsärztlich tätige Leistungserbringer stellen die Kassenärztlichen Vereinigungen jährlich eine Dokumentationsverpflichtung fest und informieren diese frühestmöglich über ihre Dokumentationsverpflichtung.
Für stationäre Leistungserbringer besteht die Möglichkeit, über Module der Qualitätssicherungssoftware des jeweiligen Softwareanbieters auslösen zu lassen.
In der Richtlinie ist geregelt, dass Krankenhäuser Belegärztinnen und Belegärzten sowie ermächtigten Ärztinnen und Ärzten für die Erfüllung ihrer Dokumentationspflicht die einrichtungsbezogene Qualitätssicherungsdokumentation zur Verfügung stellen sollen. Und zwar möglichst in maschinenlesbarer und -verwertbarer Form. Gleiches gilt für die Erfüllung der Dokumentationspflicht ermächtigter Ärzte und Ärztinnen.

An wen werden die Daten übermittelt?

Die Leistungserbringer übermitteln bis zum 30. April 2018 die einrichtungsbezogenen Daten an die entsprechenden Datenannahmestellen:

  • Datenannahmestelle für kollektivvertraglich tätige Vertragsärztinnen und Vertragsärzte ist die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KV).
  • Datenannahmestelle für Krankenhäuser ist die Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (LQS) oder die Landeskrankenhausgesellschaft (LKG) analog zur Datenübermittlung bei der fallbezogenen QS-Dokumentation.

Was wird erfasst?

Gegenstand der Dokumentation ist das Infektions- und Hygienemanagement des Jahres 2017, welches über den Dokumentationsbogen der einrichtungsbezogenen QS-Dokumentation abgefragt wird.