Weiterentwicklung der qualitativen Beurteilung: Abschlussbericht

Am 6. März 2024 beauftragte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das IQTIG mit der Weiterentwicklung des Verfahrens der qualitativen Beurteilung. Vor dem Hintergrund der hohen Anzahl durchzuführender Stellungnahmeverfahren (STNV), wachsender Fallzahlen und begrenzter Ressourcen wurde mit der Beauftragung eine konzeptionelle Weiterentwicklung gefordert, die sowohl die Effektivität und Effizienz des STNV verbessern und zugleich eine differenzierte Analyse und Qualitätsbeurteilung ermöglicht.

Der Abschlussbericht stellt hierzu ein Konzept zur Beurteilung rechnerisch auffälliger QI-Ergebnisse bereit, das belastbare Rückschlüsse auf Qualitätsdefizite in den Strukturen und Prozessen von Leistungserbringern erlaubt und darüber hinaus Anschlussmöglichkeiten für qualitätsverbessernde Maßnahmen schafft. Zu diesem werden zunächst alternative Vorgehensweisen zum Umgang mit rechnerisch auffälligen QI-Ergebnissen als Auslösung eines Stellungnahmeverfahrens dargestellt. 

Darauf aufbauernd wird, als zentrales Element des neuen Verfahrens, die Entwicklung von zwei Qualitätsbeurteilungsinstrumenten mit Fokus auf die zugrunde liegenden Ursachen beschrieben.
Für die abschließende Bewertung wurde ein Kategorienschema sowohl für den internen QS-Dialog als auch für das Public Reporting entwickelt; ergänzend wurden Empfehlungen zu einheitlichen Anforderungen an die Mitglieder der Fachkommissionen erarbeitet.
Der Abschlussbericht wurde fristgerecht am 30. Septrember 2025 vom IQTIG vorgelegt. Für das Jahr 2026 ist eine Pilotierung geplant, um insbesondere die Machbarkeit der Ursachen- und Ausmaßanalyse zu prüfen und den Aufwand für alle am Prozess beteiligten Stakeholder zu ermitteln.

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