Verfahren in Entwicklung
Aktuell entwickelt das IQTIG weitere QS-Verfahren. Diese sind noch nicht im Regelbetrieb. Grundlage für die Entwicklung neuer Verfahren sind Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Die hier dargestellten QS-Verfahren gruppieren sich in vier Versorgungsbereiche mit jeweils einem oder mehreren QS-Verfahren.
Die ersten zwei Versorgungsbereiche sind alphabetisch nach medizinischen Fachbereichen angeordnet. Danach folgen zwei thematisch übergreifende Versorgungsbereiche (Hygiene und Infektionsmanagement, Entlassmanagement).
Psychiatrische und Psychotherapeutische Versorgung
Im Versorgungsbereich Psychiatrische und Psychotherapeutische Versorgung entwickelt das IQTIG derzeit das neue QS-Verfahren Schizophrenie.
Es zielt auf die Förderung und Verbesserung der Versorgungsqualität von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen ab.
Urologie
Im Versorgungsbereich Urologie hat das IQTIG ein Verfahren zum Lokal begrenzten Prostatakarzinom (QS Prostata-Ca) entwickelt. Es zielt einerseits auf die Verbesserung der Durchführung der Diagnostik (z.B. Prostatastanzbiopsie) und andererseits auf die Förderung der leitliniengerechten Durchführung der Therapieoptionen (radikale Prostatektomie, perkutane Strahlentherapie sowie interstitielle Brachytherapie) ab.
Darüber hinaus sollen die Komplikationsraten sowie die Sterblichkeit während und nach den genannten Therapieoptionen verringert werden.
Ein weiteres Ziel des QS-Verfahrens ist es, Transparenz über das Versorgungsgeschehen zur Aktiven Überwachung zu schaffen.
Entlassmanagement
Reibungslose Übergänge an den Schnittstellen zwischen der (teil-)stationären Behandlung in einem Krankenhaus und der weiterführenden Versorgung im ambulanten oder einem anderen stationären Umfeld sind die Voraussetzung, um die Qualität der Versorgung von Patientinnen und Patienten sicherzustellen und Versorgungsbrüche zu vermeiden.
Ziel des Entlassmanagements ist es demnach, Patientinnen und Patienten bei der Bewältigung dieser Übergangsphase zu unterstützen. So soll die Versorgungskontinuität gewährleistet und das Risiko vermeidbarer Wiederaufnahmen und anderer Komplikationen aufgrund von Versorgungslücken reduziert werden.
Zahnmedizin
Im Bereich zahnärztlicher Behandlungen gibt es bislang keine Qualitätssicherungsverfahren des G-BA. Das IQTIG hat im Auftrag des G-BA geprüft, ob ein einrichtungsübergreifendes und länderbezogenes QS-Verfahren dazu umgesetzt werden kann.
Der Abschlussbericht zur Prüfung des Verfahrens Systemische Antibiotikatherapie im Rahmen der parodontalen und konservierend-chirurgischen Behandlung (QS AB-Z) wurde 2022 veröffentlicht. Geplant ist, dass das neue Verfahren am 1. Januar 2027 in den Regelbetrieb startet.