Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (QS KCHK)

Das QS-Verfahren Herzchirurgie (HCH) ist seit dem 1. Januar 2020 durch das weiterentwickelte Verfahren Koronarchirurgie und Eingriffe an Herzklappen (KCHK) ersetzt worden und wird durch die "Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung" (DeQS-RL) geregelt.

In diesem QS-Verfahren werden offen-chirurgische Herzoperationen bei Verengungen der Herzkranzgefäße sowie kathetergestützte oder offen-chirurgische Operationen an den Herzklappen der linken Herzkammer (Aortenklappe, Mitralklappe) betrachtet. Dabei wird sowohl die Qualität während des Krankenhausaufenthalts als auch der Zeitraum nach der Operation (postoperativ) analysiert. Es wird vorallem das Auftreten möglicher Komplikationen, notwendiger erneuter Eingriffe und Todesfälle erfasst. Die Analyse wird nach acht Auswertungsmodulen getrennt durchgeführt.

Weitere Informationen zum QS-Verfahren KCHK finden Leistungserbringer in einem Informationsschreiben.

Auswertung und Rechenregeln: Isolierte Koronarchirurgie (KCHK-KC)

  • DeQS-RL

Unter einer Koronaren Herzerkrankung (KHK) versteht man eine Verengung der Herzkranzgefäße. In den meisten Fällen ist eine Verkalkung der Gefäße (Artherosklerose) die Ursache für die Erkrankung. Im fortgeschrittenen Stadium der KHK entsteht im Herzmuskel ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot. Dieses Krankheitsbild äußert sich z. B. in Form von anfallsartigen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris). Die klinischen Folgen der KHK – wie Herzinsuffizienz, Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen – führen die Todesursachenstatistik in Deutschland an.

Wesentliche Behandlungsziele einer chronischen KHK sind zum einen die Senkung der Sterblichkeit und zum anderen die gesteigerte Lebensqualität durch Verringerung der Angina-pectoris-Häufigkeit. Weitere Ziele sind die verbesserte Belastungsfähigkeit des Patienten und die Prävention der klinischen Folgen der KHK zur Vermeidung von Herzinfarkt und Herzinsuffizienz. Eine Möglichkeit, die Verengung der Herzkranzgefäße zu behandeln, ist eine Bypass-Operation. Hierbei wird der verengte oder verschlossene Abschnitt des Herzkranzgefäßes durch ein Blutgefäß (Vene oder Arterie) überbrückt, das an einer anderen Stelle des Körpers entnommen wird.

Im QS-Verfahren Koronarchirurgie, isoliert werden Patienten betrachtet, die ausschließlich an den Herzkranzgefäßen operiert worden sind. Die Qualitätsindikatoren der isolierten Koronarchirurgie messen die Verwendung der empfohlenen Brustwandarterie als Umgehungsgefäß, das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit einer erneuten Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzinsuffizienz, sowie die Häufigkeit von notwendigen erneuten Eingriffen an den Herzkranzgefäßen (kathetergestützt oder offen-chirurgisch) und die Sterblichkeit.

Auswertung und Rechenregeln: Kombinierte Koronar- und Herzklappenchirugie (KCHK-KC-KOMB)

  • DeQS-RL

Von kombinierter Koronar- und Herzklappenchirurgie spricht man, wenn verengte oder verschlossene Abschnitte des Herzkranzgefäßes durch an anderer Stelle des Körpers entnommene Blutgefäße überbrückt werden (Bypässe) und gleichzeitig eine erkrankte Herzklappe offen-chirurgisch oder kathetergestützt versorgt werden muss. Patienten dieses QS-Verfahrens stellen eine besondere Risikogruppe in der Herzchirurgie dar. Denn neben einer koronaren Herzerkrankung und einer Erkrankung an einer Herzklappe liegen häufig noch weitere Begleiterkrankungen vor.

Bei der Mitralklappe handelt es sich um das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Mitralklappeninsuffizienz. Dabei fließt ein Teil des sauerstoffreichen Bluts zurück in den linken Vorhof um anschließend wieder in die linke Kammer gepumpt zu werden. Eine eher seltenere Erkrankung ist die Verengung der Mitralklappe, die als Mitralklappenstenose bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer Behinderung des Blutflusses vom linken Vorhof in die linke Kammer, was zu einem Blutrückstau mit resultierender Druckerhöhung im linken Vorhof und zu einer geringeren Füllung der linken Herzkammer führt.

Bei der Aortenklappe handelt es sich um das Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta). Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Aortenklappeninsuffizienz. Eine Verengung wird als Aortenklappenstenose bezeichnet.

Diese Funktionsstörungen erfordern eine erhöhte Pumptätigkeit des Herzens und führen häufig zu einer Überlastung des Herzmuskels. Die resultierenden Beschwerden hängen von der Ausprägung der Einengung bzw. der Höhe des Blutrückflusses ab. Mögliche Anzeichen sind Atemnot (oft belastungsabhängig), schnelle Ermüdung, Schwindel und Kollapsneigung (bei Aortenklappenstenosen), unregelmäßiger Herzrhythmus oder Herzschmerzen. Geringfügige Herzklappenerkrankungen verlaufen oft beschwerdefrei.

In schweren Fällen werden Erkrankungen an der Mitral- oder Aortenklappe durch operative oder kathetergestützte Maßnahmen bis hin zum den Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt.

Im QS-Verfahren Kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie messen die Qualitätsindikatoren die Berücksichtigung fachspezifischer Empfehlungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines Eingriffs an der Mitralklappe und der empfohlenen Auswahl des Zugangswegs (kathetergestützt oder offen-chirurgisch) in Abhängigkeit von patientenindividuellen Faktoren. Außerdem werden die Verwendung der empfohlenen Brustwandarterie als Umgehungsgefäß, das Erreichen des Eingriffsziels, das Auftreten schwerer Komplikationen die Notwendigkeit einer erneuten Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzinsuffizienz, sowie die Notwendigkeit von postoperativ erneuten Eingriffen an den Herzkranzgefäßen oder einer Herzklappe (Reoperationen bzw. Reinterventionen) und die Sterblichkeit untersucht.

Auswertung und Rechenregeln: Kathetergestützt isolierte Aortenklappenchirugie (KCHK-AK-KATH)

  • DeQS-RL

Bei der Aortenklappe handelt es sich um das Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta). Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Aortenklappeninsuffizienz. Eine Verengung wird als Aortenklappenstenose bezeichnet. Beide Funktionsstörungen erfordern eine erhöhte Pumptätigkeit des Herzens und führen zu einer Überlastung des Herzmuskels.

Die Beschwerden bei einer Aortenklappenstenose hängen davon ab, wie stark die Blutbahn eingeengt ist. Mögliche Anzeichen sind belastungsabhängige Atemnot, schnelle Ermüdung, Schwindel und Kollapsneigung, unregelmäßiger Herzrhythmus oder Herzschmerzen. Eine geringfügige Aortenklappenstenose verläuft oft beschwerdefrei.
In schweren Fällen werden Erkrankungen an der Aortenklappe durch operative oder kathetergestützte Maßnahmen bis hin zum Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt.

Für Patienten mit einem operativen Risiko besteht die Möglichkeit, die Aortenklappe kathetergestützt zu behandeln. Hierbei erfolgt der Zugang während der Operation entweder über die Herzspitze (transapikal) oder über die großen Blutgefäße (endovaskulär oder auch transvaskulär), die das Blut vom Herzen in das Gewebe und zurück transportieren.

  • Beim transapikalen Aortenklappenersatz wird die Herzspitze mittels eines 3 bis 5 cm langen Hautschnitts im Rippenbereich (linker Brustkorb, im 4. oder 5. Rippenzwischenraum) freigelegt.
  • Bei einem endovaskulären Aortenklappeneingriff ist lediglich ein gezielter Einstich (Punktion), zumeist in die Leistenarterie (alternativ die Unterschlüsselbein- oder Achselarterie), notwendig.

Die Qualitätsindikatoren der kathetergestützten Aortenklappenchirurgie fokussieren das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit eines postoperativ erneuten Eingriffs an der Aortenklappe und die Sterblichkeit.

Auswertung und Rechenregeln: Offen-chirurgische isolierte Aortenklappenchirurgie (KCHK-AK-CHIR)

  • DeQS-RL

Bei der Aortenklappe handelt es sich um das Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta). Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Aortenklappeninsuffizienz. Eine Verengung wird als Aortenklappenstenose bezeichnet.

Beide Funktionsstörungen erfordern eine erhöhte Pumptätigkeit des Herzens und führen zu einer Überlastung des Herzmuskels. Die Beschwerden bei einer Aortenklappenstenose hängen davon ab, wie stark die Blutbahn eingeengt ist. Mögliche Anzeichen sind belastungsabhängige Atemnot, schnelle Ermüdung, Schwindel und Kollapsneigung, unregelmäßiger Herzrhythmus oder Herzschmerzen. Eine geringfügige Aortenklappenstenose verläuft oft beschwerdefrei.
In schweren Fällen werden Erkrankungen an der Aortenklappe durch operative Maßnahmen bis hin zum Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt.

Der Maßnahmen können durch eine offen-chirurgische Operation erfolgen; bei der der Zugang zum Herzen über den Brustkorb vorgenommen wird.

Die Qualitätsindikatoren der offen chirurgischen Aortenklappenchirurgie fokussieren das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit eines postoperativ erneuten Eingriffs an der Aortenklappe und die Sterblichkeit.

Auswertung und Rechenregeln: Kathetergestützte isolierte Mitralklappeneingriffe (KCHK-MK-KATH)

  • DeQS-RL

Bei der Mitralklappe handelt es sich um das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Mitralklappeninsuffizienz.

Dabei fließt ein Teil des sauerstoffreichen Bluts zurück in den linken Vorhof um anschließend wieder in die linke Kammer gepumpt zu werden. Eine eher seltenere Erkrankung ist die Verengung der Mitralklappe, die als Mitralklappenstenose bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer Behinderung des Blutflusses vom linken Vorhof in die linke Kammer, was zu einem Blutrückstau mit resultierender Druckerhöhung im linken Vorhof und zu einer weniger gefüllten linken Herzkammer führt. Bei Mitralklappenerkrankungen kommt es zu einer Ermüdung des Herzmuskels, was im Verlauf mit Symptomen wie Atemnot, Leistungsminderung und im fortgeschrittenen Stadium auch Wassereinlagerungen im Gewebe einhergehen kann.

In schweren Fällen werden Erkrankungen an der Mitralklappe durch operative oder kathetergestützte Maßnahmen bis hin zum den Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt.

Für Patienten mit einem hohen operativen Risiko besteht die Möglichkeit, die Mitralklappeninsuffizienz kathetergestützt zu versorgen.

Hierbei erfolgt der Zugang während der Operation entweder über die Herzspitze (transapikal) oder über die großen Blutgefäße (endovaskulär oder transvaskulär), die das Blut vom Herzen in das Gewebe und zurück transportieren.

Die Qualitätsindikatoren der isolierten kathetergestützten Mitralklappeneingriffe messen die Berücksichtigung fachspezifischer Empfehlungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines Eingriffs an der Mitralklappe und der empfohlenen Auswahl des Zugangswegs (kathetergestützt oder offen-chirurgisch) in Abhängigkeit von patientenindividuellen Faktoren. Außerdem werden das Erreichen des Eingriffsziels, das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit einer erneuten Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzinsuffizienz, sowie die Notwendigkeit eines postoperativ erneuten Eingriffs an der Mitralklappe (Reoperationen bzw. Reinterventionen) und die Sterblichkeit untersucht.

Auswertung und Rechenregeln: Offen-chirurgische isolierte Mitralklappeneingriffe (KCHK-MK-CHIR)

  • DeQS-RL

Bei der Mitralklappe handelt es sich um das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Mitralklappeninsuffizienz

Dabei fließt ein Teil des sauerstoffreichen Bluts zurück in den linken Vorhof um anschließend wieder in die linke Kammer gepumpt zu werden. Eine eher seltenere Erkrankung ist die Verengung der Mitralklappe, die als Mitralklappenstenose bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer Behinderung des Blutflusses vom linken Vorhof in die linke Kammer, was zu einem Blutrückstau mit resultierender Druckerhöhung im linken Vorhof und zu einer weniger gefüllten linken Herzkammer führt. Bei Mitralklappenerkrankungen kommt es zu einer Ermüdung des Herzmuskels, was im Verlauf mit Symptomen wie Atemnot, Leistungsminderung und im fortgeschrittenen Stadium auch Wassereinlagerungen im Gewebe einhergehen kann.

In schweren Fällen werden Erkrankungen an der Mitralklappe durch operative Maßnahmen bis hin zum den Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt

Ein Eingriff an der Mitralklappe kann in einer offen-chirurgischen Operation erfolgen. Der Zugang zum Herzen wird dabei über den Brustkorb vorgenommen.

Die Qualitätsindikatoren der isolierten offen chirurgischen Mitralklappeneingriffe messen die Berücksichtigung fachspezifischer Empfehlungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines Eingriffs an der Mitralklappe und der empfohlenen Auswahl des Zugangswegs (kathetergestützt oder offen-chirurgisch) in Abhängigkeit von patientenindividuellen Faktoren (Leitlinienkonforme Indikationsstellung). Außerdem werden das Erreichen des Eingriffsziels, das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit einer erneuten Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzinsuffizienz, sowie die Notwendigkeit eines postoperativ erneuten Eingriffs an der Mitralklappe (Reoperationen bzw. Reinterventionen) und die Sterblichkeit untersucht.

Auswertung und Rechenregeln: Kombinierte Herzklappenchirurgie (KCHK-HK-CHIR)

  • DeQS-RL

Von kombinierter Herzklappenchirurgie spricht man, wenn mehrere Herzklappen durch operative Maßnahmen bis hin zum Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt werden. Patienten dieses QS-Verfahrens stellen eine besondere Risikogruppe in der Herzchirurgie dar, denn häufig liegen neben der Erkrankung der Herzklappen noch weitere Begleiterkrankungen vor.

Im QS-Verfahren Kombinierte Herzklappenchirurgie werden Patienten betrachtet, die eine offen-chirurgische Operation an mindestens zwei Herzklappen gleichzeitig erhalten, wovon eine Herzklappe die Aortenklappe (Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader) bzw. die Mitralklappe (das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer) ist.

Bei der Mitralklappe handelt es sich um das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Mitralklappeninsuffizienz. Dabei fließt ein Teil des sauerstoffreichen Bluts zurück in den linken Vorhof um anschließend wieder in die linke Kammer gepumpt zu werden. Eine eher seltenere Erkrankung ist die Verengung der Mitralklappe, die als Mitralklappenstenose bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer Behinderung des Blutflusses vom linken Vorhof in die linke Kammer, was zu einem Blutrückstau mit resultierender Druckerhöhung im linken Vorhof und zu einer geringeren Füllung der linken Herzkammer führt.

Bei der Aortenklappe handelt es sich um das Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta). Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Aortenklappeninsuffizienz. Eine Verengung wird als Aortenklappenstenose bezeichnet.

Im QS-Verfahren Kombinierte Herzklappenchirurgie messen die Qualitätsindikatoren die Berücksichtigung fachspezifischer Empfehlungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines Eingriffs an der Mitralklappe und der empfohlenen Auswahl des Zugangswegs (kathetergestützt oder offen-chirurgisch) in Abhängigkeit von patientenindividuellen Faktoren (Leitlinienkonforme Indikationsstellung). Außerdem werden das Erreichen des Eingriffsziels, das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit einer erneuten Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzinsuffizienz, sowie die Notwendigkeit eines postoperativ erneuten Eingriffs an der Mitralklappe (Reoperationen bzw. Reinterventionen) und die Sterblichkeit untersucht.

Auswertung und Rechenregeln: Kathetergestützte kombinierte Herzklappeneingriffe (KCHK-HK-KATH)

  • DeQS-RL

Von kathetergestützten kombinierten Herzklappeneingriffen spricht man, wenn mehrere Herzklappen durch kathetergestützte Maßnahmen bis hin zum Einsatz einer künstlichen Herzklappe behandelt werden. Patienten dieses QS-Verfahrens stellen eine besondere Risikogruppe in der Herzchirurgie dar, denn neben der Erkrankung der Herzklappen liegen häufig noch weitere Begleiterkrankungen vor.

Im QS-Verfahren Kathetergestützte kombinierte Herzklappeneingriffe werden Patienten betrachtet, die einen kathetergestützten Eingriff an mindestens zwei Herzklappen gleichzeitig erhalten, wovon eine Herzklappe die Aortenklappe (Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader) bzw. die Mitralklappe (das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer) ist.

Bei der Mitralklappe handelt es sich um das Ventil zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer. Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Mitralklappeninsuffizienz. Dabei fließt ein Teil des sauerstoffreichen Bluts zurück in den linken Vorhof um anschließend wieder in die linke Kammer gepumpt zu werden. Eine eher seltenere Erkrankung ist die Verengung der Mitralklappe, die als Mitralklappenstenose bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer Behinderung des Blutflusses vom linken Vorhof in die linke Kammer, was zu einem Blutrückstau mit resultierender Druckerhöhung im linken Vorhof und zu einer geringeren Füllung der linken Herzkammer führt.

Bei der Aortenklappe handelt es sich um das Ventil zwischen der linken Herzkammer und der Hauptschlagader (Aorta). Schließt die Klappe nicht mehr dicht, spricht man von einer Aortenklappeninsuffizienz. Eine Verengung wird als Aortenklappenstenose bezeichnet.

Im QS-Verfahren kathetergestützte kombinierte Herzklappeneingriffe messen die Qualitätsindikatoren die Berücksichtigung fachspezifischer Empfehlungen hinsichtlich der Notwendigkeit eines Eingriffs an der Mitralklappe und der empfohlenen Auswahl des Zugangswegs (kathetergestützt oder offen-chirurgisch) in Abhängigkeit von patientenindividuellen Faktoren (Leitlinienkonforme Indikationsstellung)Außerdem werden das Erreichen des Eingriffsziels, das Auftreten schwerer Komplikationen, die Notwendigkeit einer erneuten Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzinsuffizienz, sowie die Notwendigkeit eines postoperativ erneuten Eingriffs an der Mitralklappe (Reoperationen bzw. Reinterventionen) und die Sterblichkeit untersucht.

Spezifikation: Herzchirurgie (HCH)