Ambulant erworbene Pneumonie (QS CAP)

Die ambulant erworbene Pneumonie (Lungenentzündung) ist die häufigste durch eine Infektion bedingte Todesursache in Deutschland. Eine erhöhte Sterblichkeit kann durch eine unzureichende Behandlung der Pneumonie bedingt sein. Um die Versorgungsqualität zu messen und ggf. Schritte zu ihrer Verbesserung einzuleiten, gehört die ambulant erworbene Pneumonie seit 2005 zu den dokumentationspflichtigen Leistungen der externen gesetzlichen Qualitätssicherung.

Das QS-Verfahren Ambulant erworbene Pneumonie (QS CAP) bezieht sich auf solche Fälle bei Patientinnen und Patienten ab einem Alter von 18 Jahren, die aufgrund der Pneumonie in einem Krankenhaus behandelt werden. Das QS-Verfahren erfasst zurzeit ca. 255.000 Fälle pro Jahr. Etwa 13 Prozent der Patientinnen und Patienten versterben im Krankenhaus.

Eine erhöhte Sterblichkeit kann unter anderem durch eine unzureichende Behandlung der Pneumonie bedingt sein. Für einen kleineren Teil der Patientinnen und Patienten ist die Lungenentzündung jedoch eine schwerwiegende Komplikation im Rahmen einer schweren chronischen oder einer unheilbaren Grunderkrankung, wie z. B. einer fortgeschrittenen Krebserkrankung. Dann ist ggf. eine zurückhaltende, palliative Behandlung indiziert.

Seit dem 1. Januar 2021 wird das QS-Verfahren „Ambulant erworbene Pneumonie“ (QS CAP) im Regelbetrieb unter der „Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) geführt.

Auswertung und Rechenregeln: Ambulant erworbene Pneumonie (CAP)

  • DeQS-RL

Bei der Pneumonie (Lungenentzündung) wird sowohl nach der Art des Krankheitserregers unterschieden als auch danach, ob der Patient die Pneumonie außerhalb des Krankenhauses (ambulant) oder aber während eines Krankenhausaufenthalts (nosokomial) erworben hat.

Verschiedene Faktoren begünstigen das Entstehen einer Pneumonie. Dazu gehören unter anderem Zigarettenrauchen, virale Infektionen der Luftwege (Bronchitis) sowie das Alter von Patienten - über 60 Jahre sowie unter einem Jahr.

Im QS-Verfahren Ambulant erworbene Pneumonie werden jährlich fast 300.000 Fälle erfasst. Die Qualitätsindikatoren des QS-Verfahrens beziehen sich auf die rechtzeitige und kontinuierliche Durchführung von notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sowie auf die Sterblichkeit im Krankenhaus.

Spezifikation: Ambulant erworbene Pneumonie (PNEU)

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