Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

Aktuell: Information zur Aussetzung der einrichtungsbezogenen QS-Dokumentation (EJ 2020) sowie Aussetzung der fallbezogenen QS-Dokumentation und Sozialdatenlieferung (EJ 2021)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17. Dezember 2020 den Beschluss zur Aussetzung der einrichtungsbezogenen QS-Dokumentation für das Erfassungsjahr 2020 sowie zur Aussetzung der fallbezogenen QS-Dokumentation einschließlich der Sozialdatenlieferung für das Erfassungsjahr 2021 gefasst. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch auf den Beschluss des G-BA vom 21. Januar 2021 zu Änderungen der Spezifikation hinweisen.

Verfahren Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen

Postoperative Wundinfektionen können als Komplikationen nach einem chirurgischen Eingriff auftreten. Sie entstehen durch das Eindringen von Krankheitserregern (überwiegend Bakterien) über die äußere Hautschicht oder über die inneren Schleimhäute in Opereationswunden. Es kommt zu einer Vermehrung der Krankheitserreger und zur Auslösung einer lokalen Reaktion bzw. einer Reaktion des ganzen Organismus.

Eine besondere Herausforderung stellen Erreger dar, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent geworden sind. Mit einem Anteil von 22,4 Prozent sind postoperative Wundinfektionen die zweithäufigste nosokomiale Infektion in Deutschland.

Diese Infektionen haben gravierende Auswirkungen – nicht nur für die individuell betroffenen Patienten, sondern auch für ganze Kliniken mit all ihren Patienten. Eine gute Hygiene in den medizinischen Einrichtungen ist eine Grundvoraussetzung, um postoperative Wundinfektionen zu vermeiden. Alle Wundinfektionen sind behandlungspflichtig. In besonders schweren Fällen können Keime in die Blutbahn geraten, was zur Bildung von weiteren Infektionsherden in entfernteren Körpergebieten oder auch zur Auslösung einer Blutvergiftung (Sepsis) führen kann. Bei bestimmten Patientenkollektiven ist darüber hinaus das Sterblichkeitsrisiko erhöht.

Entsprechend stellen postoperative Wundinfektionen auch in hochentwickelten Gesundheitssystemen wie dem deutschen ein relevantes Risiko für Patientinnen und Patienten dar und sind daher eine kontinuierliche Herausforderung an die Hygiene und den klinischen Infektionsschutz.

Ziel des QS-Verfahrens ist es, die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer zur Vermeidung nosokomialer postoperativer Wundinfektionen zu messen, vergleichend darzustellen und zu bewerten.

Detaillierte Informationen zu diesem Verfahren

FAQ: Top 5 der häufig gestellten Fragen

Auswertung und Rechenregeln: nosokomiale postoperative Wundinfektionen ambulant (QSWINIA)

  • DeQS-RL

Auswertung und Rechenregeln: nosokomiale postoperative Wundinfektionen stationär (QSWINIS)

  • DeQS-RL

Auswertung und Rechenregeln: Hygiene- und Infektionsmanagement ambulant (QSWIHIA)

  • Qesü-RL

Auswertung und Rechenregeln: Hygiene- und Infektionsmanagement stationär (QSWIHIS)

  • Qesü-RL

Auswertung und Rechenregeln: Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen (einrichtungsbezogen/fallbezogen stationär). (WI-S)

  • DeQS-RL

Auswertung und Rechenregeln: Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen (einrichtungsbezogen/fallbezogen ambulant) (WI-A)

  • DeQS-RL

Auswertung und Rechenregeln: Hygiene- und Infektionsmanagement ambulant (QSWIHIA)

  • DeQS-RL

Auswertung und Rechenregeln: Hygiene- und Infektionsmanagement stationär (QSWIHIS)

  • DeQS-RL

Spezifikation: QS WI – einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (ambulant) (NWIEA)

Bitte beachten Sie den Beschluss des G-BA vom 17.12. 2020.

Spezifikation: QS WI – einrichtungsbezogene QS-Dokumentation (stationär) (NWIES)

Bitte beachten Sie den Beschluss des G-BA vom 17.12. 2020.

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