Das IQTIG

IQTIG - das Kürzel steht für Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Es ist eine Einrichtung der gleichnamigen Stiftung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und hat seinen Sitz in Berlin. Gegründet wurde das Institut im Januar 2015, Dr. Christof Veit wurde zu seinem Leiter bestellt.
 

Das IQTIG ist das zentrale Institut für die gesetzlich verankerte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (§ 136ff SGB V). Entsprechend seinen Statuten ist es wissenschaftlich unabhängig und arbeitet insbesondere dem G-BA, aber auch dem Bundesministerium für Gesundheit mit seiner Expertise bei verschiedensten Aufgaben der Qualitätssicherung medizinischer Versorgung zu. Ausführliche Informationen zu unserer wissenschaftlichen Arbeit finden Sie in unseren „Methodischen Grundlagen“.
 


Die Kernaufgaben des Instituts im Rahmen der einrichtungs- und sektorenübergreifende Qualitätssicherung sind in § 137a SGB V beschrieben:

  1. die Erarbeitung von Instrumenten der Qualitätssicherung, die Darstellung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen und die Mitwirkung an deren Umsetzung – im Auftrag des G-BA.
  2. die Fortführung und Weiterentwicklung der bereits existierenden Verfahren der Qualitätssicherung.
  3. die Entwicklung und Durchführung von Verfahren, um die externe Qualitätssicherung in der stationären und ambulanten Versorgung besser miteinander zu verzahnen. Parallel dazu erarbeitet das IQTIG im Auftrag des G-BA methodische Grundlagen dafür, dass in Zukunft die Versorgungsqualität von Kliniken bei der Krankenhausplanung durch die Landesbehörden berücksichtigt werden kann.
  4. die Schaffung von Kriterien zur Bewertung von Zertifikaten und Qualitätssiegeln im ambulanten wie stationären Bereich.
  5. die Publizierung der Ergebnisse seiner Arbeit in einer für die Allgemeinheit verständlichen Form. Dazu gehört auch der Aufbau einer Internetseite, die es Patienten ermöglichen soll, Krankenhäuser hinsichtlich ihrer Qualität miteinander zu vergleichen.

Mit dem am 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Krankenhausstrukturgesetz sind für das Institut neue Aufgaben in der qualitätsorientierten Steuerung des Gesundheitswesens hinzugekommen. Dazu gehört u.a. die Erarbeitung von Konzepten für Planungsrelevante Qualitätsindikatoren, für Zu- und Abschläge in der qualitätsorientierten Vergütung und für die Evaluation der Qualitätsverträge nach § 110a SGB V.

Das Institut beschäftigt derzeit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie arbeiten in vier Abteilungen und vier Stabsbereichen. Der Aufbau einer Forschungsabteilung ist geplant. Das Organigramm zum Download finden Sie hier: Organigramm Version 2.2 vom 05.02.2018