Welt-Sepsis-Tag: Qualitätssicherung kann dazu beitragen, Leben zu retten
Berlin, 10. September 2026 – Bei einer Sepsis zählt schnelles und richtiges Handeln. Entscheidend sind nicht nur einzelne Behandlungsschritte, sondern auch verlässliche Strukturen und Prozesse im Krankenhaus, die die Versorgungsqualität und damit den Nutzen für die Patientinnen und Patienten erhöhen. Das Qualitätssicherungsverfahren Diagnostik und Therapie der Sepsis (QS Sepsis) ist deshalb seit 1. Januar 2026 bundesweit in der stationären Versorgungeingeführt worden. Das IQTIG führt das Verfahren im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) durch.
Mit der Datenerfassung in dem QS-Verfahren werden zentrale Aspekte in den Blick genommen, um eine Sepsis früher zu erkennen und zu behandeln sowie vermeidbare Folgen zu reduzieren. Dafür wird die Qualität in den Prozessen, Strukturen und den Ergebnissen der medizinischen Versorgung anhand definierter Kriterien erfasst, Unterschiede in der Versorgung werden sichtbar gemacht und Verbesserungsprozesse unterstützt.
Der diesjährige Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2026 fällt damit in ein besonderes Jahr: 2026 werden erstmals bundesweit Daten für das neue QS-Verfahren erhoben und damit die Versorgungsqualität systematisch in den Blick genommen. Dazu nutzt das IQTIG die Daten von insgesamt sieben Qualitätsindikatoren und sieben Kennzahlen. Alle stationären Leistungserbringer in Deutschland sind aktuell auf Grund ihres Versorgungsangebots zur Teilnahme an der gesetzlichen Qualitätssicherung im Verfahren QS Sepsis verpflichtet. Erste Ergebnisse des QS-Verfahrens werden im Herbst 2027, nach der Freigabe durch den G-BA, veröffentlicht.
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Marc Kinert
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