Planungsrelevante Qualitätsindikatoren

Das Verfahren Planungsrelevante Qualitätsindikatoren (PlanQI) geht zurück auf das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) und soll es den Planungsbehörden der Bundesländer ermöglichen, bei der Krankenhausplanung die Qualität der medizinischen Versorgung einer Klinik zu berücksichtigen. Die "Richtlinie zu den planungsrelevanten Qualitätsindikatoren" (plan. QI-RL) einschließlich der Rechenregeln findet sich auf den Internetseiten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Seit 2017 liefern die Krankenhäuser quartalsweise Daten für insgesamt elf planungsrelevante Qualitätsindikatoren aus den QS-Verfahren Gynäkologische Operationen, Geburtshilfe und Mammachirurgie. Die erhobenen Daten werden im Auftrag des G-BA vom IQTIG einem aufwändigen Datenvalidierungs- und – im Falle statistisch auffälliger Qualitätsergebnisse – einer sorgfältigen fachlichen Bewertung unterzogen. Zur statistischen Auffälligkeitseinstufung von Qualitätsergebnissen setzt das IQTIG ein Programmpaket in der gebräuchlichen Programmiersprache "R" ein. Das Paket steht unter Biometrische Methoden des IQTIG zum Download zur Verfügung.

Die Ergebnisse der einzelnen Krankenhausstandorte zu den elf PlanQI für das Erfassungsjahr 2018 sind am 31. Oktober 2019 durch den G-BA veröffentlicht worden.

Abschlussbericht zur Auswahl und Umsetzung planungsrelevanter Qualitätsindikatoren

Vor dem Hintergrund des KHSG hat der G-BA dem IQTIG am 17. März 2016 den Auftrag erteilt, Qualitätsindikatoren auszuwählen, die gemäß "Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern" (QSKH-RL) bereits erhoben werden und die „für qualitätsorientierte Entscheidungen der Krankenhausplanung geeignet sind“.

Weiterhin erhielt das IQTIG im Rahmen des Auftrags die Aufgabe, ein Verfahren zur Übermittlung der Auswertungsergebnisse vom G-BA an die Planungsbehörden der Länder sowie „Maßstäbe und Kriterien zur Bewertung der Qualitätsergebnisse“ zu entwickeln.

Der Bericht wurde zur Basis der neuen plan.QI-RL des G-BA.

Abschlussbericht zur Prüfung der Ableitung planungsrelevanter Qualitätsindikatoren aus Strukturrichtlinien und Mindestmengenregelungen

Am 27. April 2018 hat das IQTIG seinen Bericht zur Prüfung der Ableitung planungsrelevanter Qualitätsindikatoren aus Strukturrichtlinien und Mindestmengenregelungen fristgerecht an den G-BA übergeben.

Der G-BA hatte das IQTIG am 18. Mai 2017 beauftragt, „zu prüfen, ob aus den vorhandenen Richtlinien zur Strukturqualität gemäß § 136 Abs. 1 Nr. 2 SGB V und zu den Mindestmengenregelungen (Mm-R) gemäß § 136b Abs. 1 Nr. 2 SGB V planungsrelevante Qualitätsindikatoren ableitbar sind, die gemäß den Vorgaben der plan. QI-RL zumindest dazu geeignet sind, qualitativ unzureichende Qualitätsergebnisse zu identifizieren (§ 3 Abs. 2 plan. QI-RL).“ Weiterhin sollten „für die Mindestmengenregelungen für Leber- und Nierentransplantation entsprechend Anlage 1 Mm-R“ „soweit methodisch möglich, konkrete Umsetzungsvorschläge“ vorgelegt werden.

Abschlussbericht Konzept zur Neu- und Weiterentwicklung von planungsrelevanten Indikatoren

Der im Auftrag des G-BA vom IQTIG erstellte Abschlussbericht zur Neu- und Weiterentwicklung von planungsrelevanten Qualitätsindikatoren befasst sich mit Kriterien für die Auswahl von geeigneten Versorgungsbereichen sowie den methodischen Grundlagen für Neu- bzw. Weiterentwicklungen von planungsrelevanten Qualitätsindikatoren.

Das vom IQTIG entwickelte Konzept zur Bewertung der Qualitätsergebnisse von Krankenhäusern zeigt eine Differenzierung der Qualitätsbewertung auf, sodass neben „in erheblichem Maß unzureichende“ auch „gute“ Qualität festgestellt werden könnte. Es wird dargestellt, welche Möglichkeiten es zur Abbildung der Qualität einer gesamten Fachabteilung gibt. Eine der in diesem Zusammenhang dargestellten Möglichkeiten, die Bildung von Grundleistungsbereichen aus typischen Leistungen eines Fachgebiets bzw. Teilgebiets, wird für die Bereiche Unfall- und Viszeralchirurgie exemplarisch ausgeführt.

Außerdem enthält der Abschlussbericht ein Konzept zur Evaluation von Veränderungen der Versorgungsqualität durch die Einführung planungsrelevanter Qualitätsindikatoren. Abgerundet wird das Konzept mit einer Darstellung von möglichen Schritten zur Neu- und Weiterentwicklung der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren, um das vom Gesetzgeber im Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) gesteckte Ziel einer qualitätsorientierten Versorgungsplanung zu erreichen.

Abschlussbericht zur Eignungsprüfung weiterer planungsrelevanter Indikatoren, Herstellung eines Fachabteilungsbezugs und zur Entwicklung von Maßstäben und Kriterien zur Bewertung

Der im Auftrag des G-BA erstellte Abschlussbericht des IQTIG beinhaltet die Eignungsprüfung zusätzlicher Indikatoren der Qualitätssicherungsverfahren  Gynäkologische Operationen, Geburtshilfe und Mammachirurgie als planungsrelevante Qualitätsindikatoren sowie die Darstellung des Fachabteilungsbezugs der bestehenden und neu geprüften Qualitätsindikatoren und die Entwicklung von Maßstäben und Kriterien zur Bewertung der Indikatorensets.