Entwicklung von Qualitätsparametern zur Prüfung der ATB (§ 10 Absatz 3 QSFFx-RL)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2020 beschlossen, das IQTIG im Rahmen seiner Aufgaben nach § 137a Absatz 3 SGB V, wie folgt zu beauftragen:

A: Entwicklung von Kennzahlen zur Festlegung von standortbezogenen Mindestanforderung an die Prozess- und Ergebnisqualität nach § 136 Absatz 1 Nummer 2 SGB V gemäß § 9 Absatz 2 der "Richtlinie zur Versorgung der hüftgelenknahen Femurfraktur" (QSFFx-RL). Das IQTIG prüft, welche fachwissenschaftlich hergeleiteten Voraussetzungen (wie Evidenzbasierung, Validität, Reliabilität) Kennzahlen erfüllen müssen, um eine Unterschreitung einer Mindestanforderung an die Prozess- und/ oderErgebnisqualität bei der Versorgung hüftgelenknaher Femurfrakturen feststellen zu können.

  1. Es ist darzustellen, welche Bezugsebenen/ Aggregationsebenen durch Kennzahlen zur Festlegung von standortbezogenen Mindestanforderungen an die Prozess- und/ oder Ergebnisqualität bei der Versorgung hüftgelenknaher Femurfrakturen adressiert werden können.
  2. Unter Berücksichtigung der Prüfergebnisse unter 1. und 2. sollen ggf. unterschiedliche Szenarien für eine konkrete Umsetzung dargestellt werden, die die Festlegung von standortbezogenen Mindestanforderungen an die Prozess- und/ oder Ergebnisqualität bei der Versorgung hüftgelenknaher Femurfrakturenermöglichen. Dabei sind die Umsetzbarkeit, das Aufwand-Nutzen-Verhältnis, Vor- und Nachteile, Limitationen, Praktikabilität und Realisierbarkeit der Szenarien jeweils zu beschreiben.
  3. Das IQTIG wird damit beauftragt, die Ergebnisse anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels zu veranschaulichen. Die Wahl des Anwendungsbeispiels ist zu begründen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse entwickelt das IQTIG Kennzahlen zur Festlegung von standortbezogenen Mindestanforderungen an die Prozess- und/ oder Ergebnisqualität bei der Versorgung hüftgelenknaher Femurfrakturen.

B: Entwicklung bzw. Auswahl geeigneter Qualitätsparameter gemäß § 10 Absatz 3 QSFFx-RL.

  1. Es sind geeignete Qualitätsparameter zu entwickeln bzw. auszuwählen, um die Erreichung der Ziele gemäß § 2 QSFFx-RL in Krankenhäusern, die die Ausnahmeregelung gemäß § 10 Absatz 2 QSFFx-RL geltend machen, beurteilen zu können. In Fällen, in denen ein Ziel gemäß § 2 QSFFx-RL nicht durch einenoder mehrere spezifische Qualitätsparameter abgebildet werden kann, ist zu prüfen, inwiefern ein Surrogat genutzt werden kann. Als Datenquellen können auch die Daten nach § 21 KHEntgG und Ergebnisse nach § 137a Absatz 3 Satz 2 Nr. 6 SGB V berücksichtig werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Ziele gemäß § 2 sind patientenrelevante Ergebnisindikatoren und die präoperative Verweildauer zu überprüfen.
  2. Die Qualitätsparameter müssen als Grundlage geeignet sein, um dem G-BA eine Entscheidung zur Verlängerung der Ausnahmeregelung gemäß § 10 Absatz 2 QSFFx-RL über den 31. Dezember 2022 hinausgehend zu ermöglichen.
  3. Eventuelle Limitationen sowie sich daraus ergebende weiterführendeHandlungsbedarfe sind darzustellen.

Der Bericht zu Teil A ist zwölf Monate nach Beschlussfassung im Plenum vom 14. Mai 2020 vorzulegen.

Der Bericht zu Teil B ist zwölf Monate nach Beschlussfassung im Plenum vom 14. Mai 2020 vorzulegen.

 

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