Strukturierter Qualitätsbericht

Die Krankenhäuser erstellen gem. § 136 b SGB V jedes Jahr strukturierte Qualitätsberichte, in denen der Stand der Qualitätssicherung dargestellt wird. Grundlage der Berichte sind jeweils die Daten, die im Zuge der externen stationären Qualitätssicherung erhoben werden. Die Anfang 2017 erscheinenden Berichte basieren auf den Daten aus dem Erfassungsjahr 2015.

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) empfiehlt das IQTIG jährlich, für welche Qualitätsindikatoren gemäß der „Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern“ (QSKH-RL) die Indikatorwerte, die Referenzbereiche und die Ergebnisse aus dem Strukturierten Dialog veröffentlicht werden sollen. Für eine höhere Transparenz wurde mit dem Erfassungsjahr 2016 empfohlen, dass zukünftig grundsätzlich die Ergebnisse aller Qualitätsindikatoren veröffentlicht werden sollten. Ausnahmen: Indikatoren, für deren diesbezügliche Eignung erhebliche Bedenken bestehen, Indikatoren die sich im ersten Jahr der Anwendung befinden oder Indikatoren die im Rahmen der Verfahrenspflege oder -weiterentwicklung umfassend verändert wurden.

Auf Grundlage der Empfehlungen des IQTIG fasste der G-BA am 15. Juni 2017 den Beschluss, dass für das Erfassungsjahr 2016 die Ergebnisse zu 216 von insgesamt 238 Indikatorenveröffentlichungspflichtig sind. Über die Empfehlungen des Berichts hinaus hat der G-BA eine Veröffentlichungspflicht für 39 Kennzahlen der direkten QS-Verfahren beschlossen.

Alle in Deutschland zugelassenen Krankenhäuser sind gesetzlich dazu verpflichtet, jedes Jahr einen „Strukturierten Qualitätsbericht“ vorzulegen. Diese Qualitätsberichte beinhalten u.a. Informationen über die Struktur eines Krankenhauses, seine Leistungsangebote und über Behandlungsergebnisse in einzelnen Versorgungsbereichen.