QS-Verfahren Schizophrenie: Abschlussbericht

Das QS-Verfahren Schizophrenie zielt auf die Förderung und Verbesserung der Versorgungsqualität von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen ab. Dabei sind die komplexen Behandlungsverläufe dieser chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten zu berücksichtigen.

Ein Zwischenbericht, insbesondere zur Entwicklung des verfahrensspezifischen Qualitätsmodells wurde dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) am 31. Dezember 2016 übergeben.

Der Abschlussbericht „Aktualisierung und Erweiterung des QS-Verfahrens Versorgung von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen“ inklusive der Stellungnahmen und der Würdigung der Stellungnahmen wurde dem G-BA am 22. Dezember 2017 vorgelegt.

Ergänzend wurde dem G-BA am 31. Mai 2018 ein Nachbericht zur nachträglichen Entwicklung von Indikatoren zum Qualitätsaspekt „Teilhabe“ übermittelt.

Im Jahr 2014 war das AQUA-Institut vom G-BA beauftragt worden, ein sektorenübergreifendes QS-Verfahren zur Versorgung von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen zu entwickeln. Der entsprechende Abschlussbericht wurde am 21. Januar 2016 vom G-BA abgenommen.

Aufgrund zentraler Kritikpunkte, die auch im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens nicht vollständig behoben werden konnten sowie vor dem Hintergrund des fehlenden Erhebungsinstrument einer Patientenbefragung, welches in der Beauftragung aus dem Jahr 2014 explizit nicht vorgesehen war, aber unter den sich zwischenzeitlich geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen zwingend im QS-Verfahren enthalten sein sollte, beauftragte der G-BA das IQTIG am 16. Juni 2016 damit, das vom AQUA-Institut entwickelte QS-Verfahren Versorgung von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen zu aktualisieren und insbesondere um die Patientenperspektive zu erweitern.

In einem ersten Schritt war hierfür ausgehend von den vorangegangenen Entwicklungen auf Basis der Methodischen Grundlagen des IQTIG ein spezifisches Qualitätskonzept zu entwickeln, das die übergeordneten Qualitätsziele und Qualitätsaspekte definiert. Dieses Qualitätsmodell ist die Grundlage alle weiteren Prüfungen und Entwicklungen für die sozialdaten- bzw. QS-Dokumentationsbasierten Qualitätsindikatoren und ist zugleich auch die Basis für die Entwicklung von Qualitätsindikatoren für die Patientenbefragung. Die sozialdaten- bzw. QS-Dokumentationsbasierten Qualitätsindikatoren und die Qualitätsindikatoren der Patientenbefragung sollen sich gegenseitig ergänzen.

Das QS-Verfahren Schizophrenie zielt auf die Förderung und Verbesserung der Versorgungsqualität von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen ab. Dabei sind die komplexen Behandlungsverläufe dieser chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten zu berücksichtigen. In der Ausrichtung der Versorgungsprozesse auf die Ergebnisqualität sind die Besonderheiten eines mittelfristigen Behandlungsergebnisses aufzugreifen. Ergebnisqualität sollte sowohl die Symptomveränderung als auch Aspekte des psychosozialen Funkionsniveaus und ggf. der Teilhabe einbeziehen und wird erst auf diese Weise einer umfassenden Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis gerecht. Als übergeordne­tes Behandlungsziel wird daher auch die Stärkung der Autonomie bzw. der Kompetenzen der Patientin bzw. des Patienten und die Stabilisierung bzw. Förderung der lebenswirklichen Integration angesehen. Vor diesem Hintergrund erscheint es zwingend, die Patientenperspek­tive über eine Patienten­befragung einzubeziehen. Letztlich soll das geplante QS-Verfahren eine auf dem aktuellen Stand gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse basierende, leitliniengerechte Behandlung der Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis fördern und die beteiligten Leistungserbringer in ihrem Bemühen um eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung unter­stützen.

Ein Zwischenbericht, insbesondere zur Entwicklung des verfahrensspezifischen Qualitätsmodells wurde dem G-BA am 31. Dezember 2016, der Abschlussbericht „Aktualisierung und Erweiterung des QS-Verfahrens Versorgung von volljährigen Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen“ wurde dem G-BA am 22. Dezember 2017 vorgelegt. Ergänzend wurde dem G-BA ein Kurzbericht zur nachträglichen Entwicklung von Indikatoren zum Qualitätsaspekt „Teilhabe“ am 31. Mai 2018 übermittelt. Am 17. Januar 2019 hat der G-BA die Veröffentlichung dieser Berichte des IQTIG beschlossen.

Die Entwicklungsergebnisse der Patientenbefragung wurden dem G-BA im Rahmen eines Abschlussberichts am 14. Dezember 2018 übermittelt.

Am 15. März 2019 erschien die neue S3 Leitlinie „Schizophrenie“. Derzeit ist das IQTIG durch den G-BA beauftragt, diese in das entwickelte Qualitätsindikatorenset der sozialdaten- bzw. QS-Dokumentationsbasierten Qualitätsindikatoren einzuarbeiten.