Qualitätsreport

Die aktuelle Ausgabe des Qualitätsreports beinhaltet die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung für das Erfassungsjahr 2019. In ihr werden detaillierte Informationen zu 24 Qualitätssicherungsverfahren in verschiedenen Versorgungsbereichen wie z. B. Gefäßchirurgie, Gynäkologie und Transplantationsmedizin bereitgestellt.

21 Verfahren mit 203 Qualitätsindikatoren wurden nach der „Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern" (QSKH-RL) durchgeführt. Drei Verfahren mit 18 ausgewerteten Indikatoren richteten sich nach der „Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung" (DeQS-RL). Zu jedem Verfahren wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Strukturierten Dialogs bzw. Stellungnahmeverfahrens für das Erfassungsjahr 2018 gegeben sowie Empfehlungen der Expertengruppen zur Weiterentwicklung der QS-Verfahren aufgeführt.

Als Ergänzung finden sich im Qualitätsreport Hintergrundinformationen zur externen Qualitätssicherung, zum Verfahren planungsrelevanter Qualitätsindikatoren sowie eine Sonderauswertung zu nosokomialen Infektionen.

Die wichtigsten Zahlen

  • 24 QS-Verfahren (21 nach QSKH-RL, 3 nach DeQS-RL)
  • 221 Qualitätsindikatoren (203 nach QSKHR-RL, 18 nach DeQS-RL)

Leistungserbringer

  • für die QS-Verfahren nach QSKH-RL: 1.472 Krankenhäuser, 1.798 Krankenhausstandorte
  • QS PCI: 255 vertragsärztliche Praxen / Medizinische Versorgungszentren (MVZ), 961 Krankenhausstandorte, 19 selektivvertragliche Leistungserbringer
  • QS WI einrichtungsbezogene Dokumentation: 2.087 ambulant operierende vertragsärztliche Leistungserbringer, 612 ambulant operierende Krankenhausstandorte, 940 stationär operierende Krankenhausstandorte; QS WI fallbezogene Dokumentation: 1.386 Krankenhausstandorte

Datensätze

  • für die QS-Verfahren nach QSKH-RL: ca. 2,4 Mio. gelieferte QS-Datensätze
  • QS PCI: 800.986 gelieferte Datensätze
  • QS WI einrichtungsbezogene Dokumentation: 2.699 gelieferte Datensätze im ambulanten Bereich, 940 im stationären Bereich; QS WI fallbezogene Dokumentation: 305.680 gelieferte Datensätze

Gesetzliche Grundlagen der QS-Verfahren in Deutschland

Sowohl für die stationäre als auch die ambulante Versorgung besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Sicherung der Qualität in QS-Verfahren. Alle Leistungserbringer – Krankenhäuser und Arztpraxen – sind verpflichtet, qualitätsrelevante Daten zur Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu dokumentieren, die dann zur Bewertung der Versorgungsqualität vergleichend ausgewertet werden.

Die jeweiligen QS-Verfahren werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der "Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern" (QSKH-RL) und in der „Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung" (DeQS-RL) definiert.

Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Es regelt die Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung in verschiedenen Richtlinien.

Dem IQTIG als zentralem Institut für die gesetzlich verankerte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (§§ 136 ff. SGB V) kommt die Aufgabe zu, insbesondere dem G-BA, aber auch dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit seiner Expertise bei der Neu- und Weiterentwicklung von QS-Verfahren sowie bei deren Umsetzung in die Praxis mit den verschiedenen Partnern auf Bundes- und Landesebene zuzuarbeiten.

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