Qualitätsreport

Die aktuelle Ausgabe des Qualitätsreports beinhaltet die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung für das Erfassungsjahr 2017.

Der Qualitätsreport 2017 beinhaltet erstmals sektorenübergreifende Ergebnisse des ambulanten und des stationären Bereichs. Im QS-Verfahren Perkutane Koronar­intervention (PCI) und Koronarangiographie haben insgesamt 273 Praxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 1.063 Krankenhausstandorte Qualitätsergebnisse geliefert.

Das zweite sektorenübergreifende, im Januar 2017 angelaufene QS-Verfahren Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen wird ebenfalls vorgestellt. Auswertungsergebnisse liegen für das erste Erfassungsjahr 2017 allerdings noch nicht vor.

Darüber hinaus werden im aktuellen Qualitätsreport detaillierte Informationen zu 26 QS-Verfahren in verschiedenen Versorgungsbereichen wie z. B. Gefäßchirurgie, Gynäkologie und Transplantationsmedizin bereitgestellt. Dazu gehören auch eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Strukturierten Dialogs für das Erfassungsjahr 2016 sowie Empfehlungen der Expertengruppen zur Weiterentwicklung der QS-Verfahren.

Als Ergänzung finden sich im Qualitätsreport Hintergrundinformationen zur externen Qualitätssicherung, zum Verfahren planungsrelevanter Qualitätsindikatoren sowie eine Sonderauswertung zu nosokomialen Infektionen.

Die wichtigsten Zahlen für das Erfassungsjahr 2017

  • 1.516 Krankenhäuser, 1.834 Krankenhausstandorte (stationäre QS), 273 Praxen/Medizinische Versorgungszentren, 1.063 Krankenhausstandorte (sektorenübergreifende QS)
  • rund 2,5 Millionen gelieferte QS-Datensätze (stationäre QS) und rund 780.000 gelieferte Datensätze (sektorenübergreifende QS)
  • 26 QS-Verfahren (24 stationäre QS, 2 sektorenübergreifende QS)
  • 271 Qualitätsindikatoren (242 stationäre QS, 29 sektorenübergreifende QS)
  • 65 risikoadjustierte Qualitätsindikatoren

Gedruckte Exemplare des Reports können unter qualitaetsreport(at)iqtig.org kostenlos bestellt werden.

Gesetzliche Grundlagen der QS-Verfahren in Deutschland

Sowohl für die stationäre als auch die ambulante Versorgung besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Sicherung der Qualität in QS-Verfahren. Alle Leistungserbringer - Krankenhäuser und Arztpraxen - sind verpflichtet, qualitätsrelevante Daten zur Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu dokumentieren, die dann zur Bewertung der Versorgungsqualität vergleichend ausgewertet werden.

Die jeweiligen QS-Verfahren werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) und in der Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL) definiert.

Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Es regelt die Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung in verschiedenen Richtlinien.

Dem IQTIG als zentralem Institut für die gesetzlich verankerte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (§§ 136 ff. SGB V) kommt die Aufgabe zu, insbesondere dem G-BA, aber auch dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit seiner Expertise bei der Neu- und Weiterentwicklung von QS-Verfahren sowie bei deren Umsetzung in die Praxis mit den verschiedenen Partnern auf Bundes- und Landesebene zuzuarbeiten.