Qualitätsreport

Am 25. September 2019 wurde der Qualitätsreport 2019 im Rahmen der Qualitätssicherungskonferenz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe des Qualitätsreports beinhaltet die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung für das Erfassungsjahr 2018.

Im Qualitätsreport 2019 werden detaillierte Informationen zu 23 Qualitätssicherungsverfahren in verschiedenen Versorgungsbereichen wie z. B. Gefäßchirurgie, Gynäkologie und Transplantationsmedizin bereitgestellt.

21 Verfahren mit 205 Qualitätsindikatoren wurden nach der „Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL)“ durchgeführt. Zwei Verfahren mit 16 Indikatoren richteten sich nach der 2018 gültigen „Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL)“. Zu jedem Verfahren wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Strukturierten Dialogs für das Erfassungsjahr 2017 gegeben sowie Empfehlungen der Expertengruppen zur Weiterentwicklung der QS-Verfahren aufgeführt.

Als Ergänzung finden sich im Qualitätsreport Hintergrundinformationen zur externen Qualitätssicherung, zum Verfahren planungsrelevanter Qualitätsindikatoren sowie eine Sonderauswertung zu nosokomialen Infektionen.

Die wichtigsten Zahlen

Leistungserbringer

  • stationäre QS: 1.496 Krankenhäuser, 1.811 Krankenhausstandorte
  • QS PCI: 264 vertragsärztliche Praxen / Medizinische Versorgungszentren (MVZ), 1.065 Krankenhausstandorte, 20 selektivvertragliche Leistungserbringer
  • QS WI einrichtungsbezogene Dokumentation: 2.210 ambulant operierende vertragsärztliche Leistungserbringer, 584 ambulant operierende Krankenhausstandorte, 922 stationär operierende Krankenhausstandorte, 6 stationär operierende Belegärztinnen und -ärzte
  • QS WI fallbezogene Dokumentation: 1.693 Krankenhausstandorte

Datensätze

  • stationäre QS: ca. 2,5 Mio. gelieferte QS-Datensätze
  • QS PCI: ca. 770.000 gelieferte Datensätze
  • QS WI einrichtungsbezogene Dokumentation: 3.722 gelieferte Datensätze
  • QS WI fallbezogene Dokumentation: ca. 393.000 gelieferte Datensätze

Gedruckte Exemplare des Reports können unter qualitaetsreport(at)iqtig.org kostenlos bestellt werden.

Erratum: In der Druckversion ist auf den S. 6 und 63 folgende Angabe zu korrigieren: Nicht 1.040 Krankenhäuser, sondern 1.065 Krankenhäuser haben Daten für QS PCI für das Erfassungsjahr 2018 übermittelt. In der PDF-Version ist dies korrekt angegeben.

Gesetzliche Grundlagen der QS-Verfahren in Deutschland

Sowohl für die stationäre als auch die ambulante Versorgung besteht eine gesetzliche Verpflichtung zur Sicherung der Qualität in QS-Verfahren. Alle Leistungserbringer - Krankenhäuser und Arztpraxen - sind verpflichtet, qualitätsrelevante Daten zur Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu dokumentieren, die dann zur Bewertung der Versorgungsqualität vergleichend ausgewertet werden.

Die jeweiligen QS-Verfahren werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der "Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL)" und in der "Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL)" definiert.

Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Es regelt die Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung in verschiedenen Richtlinien.

Dem IQTIG als zentralem Institut für die gesetzlich verankerte Qualitätssicherung im Gesundheitswesen (§§ 136 ff. SGB V) kommt die Aufgabe zu, insbesondere dem G-BA, aber auch dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit seiner Expertise bei der Neu- und Weiterentwicklung von QS-Verfahren sowie bei deren Umsetzung in die Praxis mit den verschiedenen Partnern auf Bundes- und Landesebene zuzuarbeiten.