Perinatalmedizin (PERI)

Die Münchner Perinatalstudie (1975 bis 1977) und die daraus hervor­gegangene Perinatalerhebung gelten allgemein als Ausgangs­punkt der heutigen gesetzlichen Qualitätssicherung im Bereich der Perinatalmedizin. Deren Ziel ist es, beobachtete Qualitäts­unterschiede in der geburtshilflichen Versorgung zu erfassen und die Qualität kontinuierlich zu verbessern.

Nach der "Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern" (QSKH-RL) sind die vormals getrennten Verfahren Geburtshilfe und Neonatologie seit dem Erfassungsjahr 2018 zu einem QS-Verfahren Perinatalmedizin zusammengefasst.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Auswertung und Rechenregeln: Geburtshilfe (16n1-GEBH)

  • plan. QI-RL

Die endgültigen und prospektiven Rechenregeln im Verfahren Planungsrelevante Qualitätsindikatoren werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der "Richtlinie zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren" (plan.QI-RL) veröffentlicht.

Auswertung und Rechenregeln: Geburtshilfe (16n1-GEBH)

  • QSKH-RL

Seit 2001 ist bundesweit das Verfahren Geburtshilfe etabliert, in dem alle Geburten in der Bundesrepublik, die in einem Krankenhaus stattgefunden haben, erfasst werden.

Die Qualitätsindikatoren bilden verschiedene relevante Aspekte der Prozess- und Ergebnisqualität im zeitlichen Umfeld einer Geburt ab. Sie beziehen sich unter anderem auf den adäquaten Einsatz von Medikamenten, die Untersuchung des Nabelschnurblutes, Notfallkaiserschnitte und kritische Ergebnisse bei Neugeborenen. Überdies werden die Anwesenheit eines Kinderarztes bei Frühgeburten sowie Verletzungen und Todesfälle der Mütter erfasst.

Auswertung und Rechenregeln: Neonatologie (NEO)

  • QSKH-RL

Bei der Neonatologie handelt es sich um einen Zweig der angewandten Kinderheilkunde, der sich mit der Versorgung und Behandlung von Neu- bzw. Frühgeborenen beschäftigt. Hierbei ist es von großer Bedeutung, eine gute Versorgungsqualität sicherzustellen.

Speziell die Behandlung von Frühgeborenen stellt eine besondere therapeutische Herausforderung dar. Auf Grundlage der Neonatalerhebungen (Erhebungen zur Neu- und Frühgeborenenversorgung) der Bundesländer wurde ein bundeseinheitliches Verfahren Neonatologie entwickelt und 2010 verpflichtend eingeführt.

Die Qualitätsindikatoren beziehen sich auf die Sterblichkeit bei Risiko-Lebendgeburten, auf schwerwiegende Erkrankungen und nosokomiale Infektionen sowie auf grundlegende Aufnahmeuntersuchungen wie die Messung der Temperatur.