Gynäkologische Operationen (ohne Hysterektomien) (GYN-OP)

Bei gynäkologischen Eingriffen können verschiedene Operationszugänge genutzt werden: durch die Scheide (vaginal), durch die Bauchdecke (abdominal) oder mittels der Schlüssellochchirurgie (laparoskopisch). Das QS-Verfahren Gynäkologie nimmt insbesondere laparoskopisch durchgeführte Operationen in den Blick.

Allgemein gelten solche minimalinvasiven Eingriffe als komplikationsarm. Im Einzelfall können jedoch Organverletzungen, insbesondere Verletzungen an Eileitern/Eierstöcken oder an Harnleiter, Harnblase oder Darm, auftreten. Der Fokus der Qualitätsindikatoren liegt neben der Betrachtung von Organverletzungen bei den laparoskopischen Eingriffen auf der Sicherung von Befunden durch Gewebeuntersuchungen. Weitere Indikatoren beziehen sich auf die Organerhaltung bei Ovareingriffen sowie auf die längere Anwendung von transurethralen Dauerkathetern bei Ovar- und Adnexeingriffen (Eingriffen an Eierstöcken bzw. an Eierstöcken und Eileitern).

Auswertung und Rechenregeln: Gynäkologische Operationen (ohne Hysterektomien) (15n1-GYN-OP)

  • plan. QI-RL

Die endgültigen und prospektiven Rechenregeln im Verfahren planungsrelevante Qualitätsindikatoren werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der "Richtlinie zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren" (plan. QI-RL) veröffentlicht.

Auswertung und Rechenregeln: Gynäkologische Operationen (ohne Hysterektomien) (15n1-GYN-OP)

  • QSKH-RL

Das QS­-Verfahren betrachtet die stationär durch­geführten Operationen bei allen Patientinnen ab einem Alter von elf Jahren und fokussiert hierbei Operationen am Eierstock (Ovar) und an Eierstöcken und Eileitern (Adnexe). Eine gute Versorgungsqualität bei diesen Operationen hat für betroffene Patientinnen eine hohe Relevanz. Diese Eingriffe – insbeson­dere die Entfernung des Ovars oder der Adnexe – können die Fertili­tät (Fruchtbarkeit) sowie den Zeitpunkt, wann die postmeno­pausale Phase einsetzt, beeinflussen. Im QS-Verfahren Gynäkologische Operationen (ohne Hysterektomien) werden ausschließlich stationär vorgenommene Operationen an den Eileitern und Eierstöcken betrachtet, wobei es sich im Wesentlichen um Operationen zur Entnahme der Eierstöcke (Ovariektomien) handelt.