Lungen- und Herz-Lungen­transplantation (LUTX)

Für Lungentransplantationen und Herz-Lungentransplantationen kommen Patienten im Endstadium von Lungenerkrankungen in Betracht, die ohne Transplantation nur noch eine geringe Lebenserwartung haben. Voraussetzung ist, dass keine Gegenanzeigen vorliegen, also z.B. schwerwiegende Erkrankungen an anderen Organen wie Leber oder Niere. Bei einer Herz-Lungentransplantation handelt es sich um die kombinierte Transplantation von Herz und Teilen der Lunge. Sie ist ein sehr großer, risikoreicher und daher sehr seltener Eingriff. Bei der Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten auf eine Warteliste zur Transplantation wird deshalb sehr sorgfältig zwischen dem Risiko einer Transplantation und dem angenommenen Behandlungsverlauf bei anderen Therapiemöglichkeiten abgewogen.

Für die Vermittlung von Organen für die Transplantation bilden die Erfolgsaussicht und die Dringlichkeit die maßgebliche Grundlage. Das 2012 neu eingeführte Vermittlungs- bzw. Zuteilungssystem nach dem Lung Allocation Score (LAS) soll gewährleisten, dass Spenderorgane an diejenigen Empfänger vermittelt werden, die das Transplantat am dringendsten benötigen und bei denen die Lungentransplantation voraussichtlich die besten Erfolge erzielen wird.