Nierenlebendspende (NLS)

Lebendorganspenden sind angesichts der aktuellen Organknappheit von Seiten der Patienten und deren Angehörigen weiterhin erwünscht. Voraussetzungen für eine Lebendspende sind zum einen der gute Gesundheitszustand des Spenders und zum anderen die Freiwilligkeit der Organspende, die durch eine unabhängige Lebendspende-Kommission geprüft wird. Vor diesem Hintergrund erlaubt das deutsche Transplantationsgesetz die Nierenlebendspende ausschließlich an Verwandte ersten und zweiten Grades, an Ehegatten, eingetragene Lebenspartner oder Verlobte sowie andere Personen, „die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen“ (§ 8 Abs. 1 Transplantationsgesetz).

Die Indikatoren des QS-Verfahrens Nierenlebendspende beziehen sich ausschließlich auf den Lebendorganspender. Bei der Lebendspende soll durch sorgfältige Bewertung des Spenders vor dem Eingriff und durch bestmögliche Qualität der medizinischen Versorgung während und nach der Lebendspende ein Höchstmaß an Sicherheit erreicht werden. Die Qualitätsindikatoren beziehen sich dementsprechend auf die Erfassung der Sterblichkeit bzw. der Überlebensraten der Spender im Langzeitverlauf, den Erhalt seiner Nierenfunktion sowie auf Komplikationen im Zusammenhang mit dem Eingriff.