Pflege: Dekubitusprophylaxe (DEK)

Das QS-Verfahren Pflege: Dekubitusprophylaxe berücksichtigt alle Patientinnen und Patienten ab 20 Jahre in allen Fachabteilungen aller Krankenhäuser. Der Dekubitus wird als lokal begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes beschrieben, die oft über Knochenvorsprüngen und infolge von Druck oder Druck in Verbindung mit Scherkräften entsteht. Diese ernstzunehmende Komplikation tritt häufig bei zu pflegenden Personen auf und kann eine Folge von Bewegungseinschränkung sein. Für die Betroffenen ist ein Dekubitus oft sehr schmerzhaft und geht in vielen Fällen mit einem hohen Leidensdruck einher. Neben einer aufwendigen Wundversorgung können im Extremfall Operationen zur plastischen Deckung der entstandenen Haut­ und Weichteildefekte erforderlich sein.

Auswertung und Rechenregeln: Pflege: Dekubitusprophylaxe (DEK)

  • QSKH-RL

Die Indikatoren und Kennzahlen des QS-Verfahrens betrachten ausschließlich die Häufigkeit neu entstandener Dekubitalulcera (Druckgeschwüre), die während des stationären Krankenhausaufenthalts bei Patientinnen und Patienten auftreten. Dieses Auftreten von Dekubitalulcera wird als Dekubitusinzidenz bezeichnet und gilt in internationalen Studien als Ergebnisindikator für Patientensicherheit.